• Mann über Bord

Beim Anlegemanöver an einer Park-Haltestelle unmittelbar vor der Spandauer Schleuse gibt es von achtern einen mächtigen Platsch. „Sebastian, alles klar?“ ruft Andreas am Steuer. Nichts zu hören außer dem Motor. Während wir anderen schon auf dem halben Weg zum Rettungsring sind, hören wir erleichtert ein lautes Prusten. Sebastian ist wieder aufgetaucht, unverletzt, nass bis auf die Knochen, Mütze wie festgetackert auf dem Kopf. Die gute Nachricht: Er hatte weder Handy noch Schlüssel noch andere wichtige Dinge in der Tasche. Die schlechte: Die Sachen trocknen so schlecht, wenn’s draußen nieselt.

Weil wir alle jetzt ein bisschen nervös sind und ein Unglück selten allein kommt, schmeißt Rebecca beim zweiten Anlege-Versuch auch noch den Sack unserer Solardusche in die Havel. Bootshaken raus, kurz fischen, alles wieder gut.

Bei unserem Glück heute ist es vielleicht ganz gut, dass gleich der Floßbauer Martin zu uns stößt, um uns sicher durch die Spandauer Schleuse zu bringen. Das war aber schon vor unserer Mann-über-Bord-Episode geplant! Es ist die größte Schleuse auf der Havelberry-Finn-Tour, die intensiv auch von der Berufsschifffahrt genutzt wird, und für Schleusen-Laien wie uns kann das gefährlich werden.

Bootsstände Lahe - mit Hafenmeister Mette
Heute Morgen beim Abschied vom Tegeler See und einem letzten Schnack mit Hafenmeister Mette war es noch deutlich friedlicher. Da schien auch noch die Sonne.