• Innenaufnahmen
  • Innenaufnahmen
  • Innenaufnahmen
  • Innenaufnahmen
  • Innenaufnahmen
  • Innenaufnahmen
  • Innenaufnahmen
  • Innenaufnahmen
  • Innenaufnahmen
  • Innenaufnahmen
  • Innenaufnahmen
  • Innenaufnahmen
  • Innenaufnahmen
  • Innenaufnahmen
  • Innenaufnahmen
  • Innenaufnahmen

Als wir die Hängebrücke in Hennigsdorf mit dem Auto überquert haben, ist es uns sofort ins Auge gestochen – das Floß der Havelberry-Tour. Nicht nur, weil es ein echtes Unikat ist, sondern weil der Kontrast kaum größer sein könnte als zwischen unserem rustikalen Holzfloß und den gleißend weißen Booten im Yachthafen. Zumindest von außen.
Dass unser Floß in der Kategorie der fahrbaren Untersätze auf der Havel mindestens 3 Sterne verdient hat, erschließt sich halt erst auf den zweiten Blick. Zum Beispiel die Küche, die alles hat, was man braucht: einen Gasherd mit zwei Platten, ein kleiner mit Gaskartuschen betriebener Kühlschrank und riesige Kaffeebecher mit NABU-würdigem Blumenmuster. Zentrales Utensil: Der Wasserkessel. Um heißes Wasser zum Abwaschen zu machen. Und natürlich für Kaffee. Wenig Vertrauen erweckend war aber die Warnung der Gruppe vor uns: „Ihr müsst mal gucken, ob das irgendwie komisch schmeckt. Uns ist leider das Wasser da drin angebrannt.“ Wie genau das passieren konnte, bleibt ein Geheimnis… Der erste Kaffee aus den Pötten war jedenfalls bestens.
Die „Große Bärin“ fährt mit dem NABU übrigens ihre erste Saison. Es ist das größte Floß, das Martin Richter zu vermieten hat: 8,5 Meter lang, 3,5 Meter breit, angetrieben von einem 8-PS-Motor. Da das Floß stattliche fünf Tonnen wiegt, kommen wir aber trotzdem nur gemächlich voran. Vier bis fünf Kilometer schafft man im Schnitt pro Stunde, und der Motor ist kaum zu hören. Das Grundgerüst der „Großen Bärin“ ist aus Kiefernholz, und zwar aus ganz besonderem: Es ist Neumondholz, geschlagen im Winter. Auch wenn es esoterisch klingt, hat es laut Martin Richter einen handfesten Hintergrund: Das Holz wird im Winter geschlagen, weil der Baum dann in einer Ruhephase ist – und sich somit auch seine Säfte nicht bewegen. Der Neumond bewirkt zusätzlich, dass das Wasser sich ganz besonders weit außen im Baum befindet. Man kann es glauben oder nicht – Martin Richter schwört drauf und braucht sein Floß nicht chemisch zu behandeln, um Schädlingsfraß zu verhindern.
Nach unserem ersten Tag auf dem Floß freuen wir uns vor allem darauf, uns im wetterfesten Navigations- und Kochhäuschen in den Schlaf schaukeln zu lassen. Und zwar gebettet wie die Prinzessin auf der Erbse: Erst eine isolierende Decke, dann richtig dicke, sich selbst aufblasende Isomatten, und darauf kommt noch mal ein acht Zentimeter dicker Futon.
Morgen geht’s zum Tegeler See, dort ist „Tag des offenen Floßes“. Liebe Berlinerinnen und Berliner: Wollt ihr uns besuchen? Wir nehmen euch auch gern eine Runde auf der Großen Bärin mit.
Ab 11 Uhr liegen wir hier: Bootsstände Lahe, Im Saatwinkel 15, 13599 Berlin. Mit dem ÖPNV: Bus Nr. 133, Haltestelle Maienwerder Weg – und dann noch 10 Minuten zu Fuß.