• Willkommen in Oranienburg
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Ahoj! Die neuen Flusspiraten melden sich zum Dienst: In dieser Woche lest Ihr die Erlebnisse von uns: Claudia, Wolfgang, Eric und Nicole.

Guten Morgen allerseits! Heute ist schon Montag, das heißt unsere erste Nacht auf dem Floß haben wir hinter uns und wir haben alle gut geschlafen. Es war sogar warm und gemütlich an Bord.
Am Sonntag wurden wir von Team 3 herzlich willkommen geheißen und nach einem reichlichen Mittagessen haben wir uns auf dem Floß eingerichtet. Wo ist was, wie funktioniert die Technik, wie die Toilette, und um Himmels Willen, wie kommen wir durch eine Schleuse? Floßbauer Martin Richter erklärte uns geduldig alle Sicherheitsvorgaben und übte sogar netterweise einmal das Ab- und Anlegen mit uns.

Da es uns in den Fingern juckte, wollten wir sofort in See stechen und haben uns spätnachmittags ab dem MSC Möwe auf den Weg gemacht. Über Borgsdorf sind wir in den Oranienburger Kanal gefahren – für eine künstliche Wasserstraße mit einer erstaunlich schönen Flusslandschaft aus Bruchwäldern und Feuchtwiesen.  Nach einiger Zeit und gemütlichem Dahinschippern erwartete uns schon die erste Herausforderung: unsere erste Schleuse. Das Anlegen war kein Problem, allerdings wies uns ein Schild darauf hin, dass eigentlich schon Feierabend an der Schleuse war. Frech machten wir uns mit der Hupe bemerkbar, es waren ja schließlich erst zwei Minuten über der Schließungszeit… Wir hatten Glück, denn der Schleusenwart bemerkte uns noch und ließ uns netterweise passieren. Verärgert war er trotzdem, denn er hatte ja schon längst Feierabend. Während der Wartezeit wies er uns darauf hin, dass wir nicht vor der Schleuse hätten nächtigen dürfen. Wir hatten also Glück, dass er uns noch durchließ. Wie sich herausstellte, standen in unserer Karte falsche Öffnungszeiten und sogar eine falsche Telefonnummer. Das lustige daran: das Kartenmaterial ist von 2013. Da wurde offensichtlich nichts aktualisiert. Der Schleusenvorgang verlief reibungslos und somit feierten wir unser erstes Erfolgserlebnis.

Kurze Zeit später fanden wir eine geeignete Anlegestelle nur für uns mit Landgang und ließen uns bei einem gemütlichen Feuer unsere restlichen Kartoffeln schmecken. Nebenbei lauschten wir den Fledermäusen, die wir über den Bat-Detektor hören konnten und zwei Nachtigallen, die über den Kanal hinweg ihre Gesangeskraft miteinander maßen. Ein gelungener Ausklang für einen tollen ersten Nachmittag an Bord.