• In Drosselbarts Reich
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Das Erwachen am heutigen Morgen war eher ernüchternd: Der Himmel war abermals grau. Dabei wurde uns allen doch vorher gesagt, dass wir von Sonnenschein und 25°C verwöhnt werden würden. Nach einem starken Kaffee (oder zwei) war der kleine Frust aber schon wieder vorbei und wir waren gespannt auf unsere lange Tour, die uns für zwei Tage abseits der Havel bis zum Ruppiner See führen würde.

Die erste Überraschung war ein lustiger Trupp Brandenburger Urgesteine, die uns trotz eines Munitionsbergungsauftrags mit einem Wink haben passieren lassen. Drei Schleusengänge sollten folgen, die wir mal perfekt abpassten, mal knapp verpassten und so eine Zwangspause einlegen mussten. Dabei konnten wir unsere Aufmerksamkeit aber auf die vielen Vögel lenken, die uns überall umgaben. Die Artenzahl unserer Tagesliste von heute summierte sich sage und schreibe auf 58. Besonders schön waren die Eisvogelbeobachtungen, die uns die „Fliegenden Edelsteine“ viermal bescherten, sowie die Flussseeschwalben, Kraniche und eine kurze brummende Rohrdommel. Nirgendwo wegzudenken war der Drosselrohrsänger. Gefühlt von jedem fünften Schilfhalm krakelte der fast starengroße unscheinbare Vogel aus zum Bart gesträubter Kehle.

Abgelenkt von vielen tollen Landschaftseindrücken, wie dem Naturschutzgebiet Kremmener See oder den weiten Wiesen des Kremmener Luchs, merkten wir erst langsam, dass die Sonne nun tatsächlich da war. Am Ruppiner See angekommen, fanden wir direkt neben unserem Steg zum Nächtigen noch eine nette Gelegenheit etwas zu essen und wurden eingelullt von einem rotstichigen Sonnenuntergang.