• Kleine Schorfheide
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Nach unserem ausgedehnten Festmahl auf dem Dillschen Ziegenhof erwartete uns am Abend der Landschaftsführer Thomas Volpers und nahm uns mit zu einer Wanderung durch die Kleine Schorfheide. Am Morgen beim Ziegen hüten hatten wir einen Teil bereits gesehen, da die Tiere von Dill die Heide kurz halten. Artgerechte Haltung und Landschaftspflege in einem. Die Heide muss immer jung gehalten werden, weshalb in einem anderen Teil Heidschnucken grasen und alle paar Jahre auch mal gemäht wird.

Das etwa 800 Hektar große Naturschutzgebiet kennt Thomas Volpers wie seine Westentasche. So war uns auch nur ein wenig mulmig zumute durch den ehemaligen sowjetischen Truppenübungsplatz zu stapfen. Ausgerüstet mit Ferngläsern und Vogelstimmenkassette wagten wir uns mit ihm weit vor in die Rote Zone und wurden für unseren Mut belohnt. Neben alten Munitionsresten konnten wir eine Schlingnatter direkt vor uns auf dem sandigen Boden und ein riesiges Waldameisennest entdecken. Wiedehopf und Ziegenmelker leben ebenfalls heimlich in dem Gebiet. An dem angrenzenden Gewässer Miltenrinne – das größte vom Biber aufgestaute Gebiet – konnten wir viele seiner Nagespuren sehen und zahlreichen Wasservögeln bei ihrem abendlichen Gesang lauschen. Den außergewöhnlichen Ruf des Ziegenmelkers haben wir zwar nicht gehört, aber der Sonnenuntergang mit Vogelkonzert war unvergesslich.