• Kräutergarten
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In einem Garten ging das Paradies verloren, in einem Garten wird es wiedergefunden.

Mit diesen Worten wirbt der Kloster-Kräutergarten in Himmelpfort und hat uns damit gleich als erste Station in diesem beschaulichen Urlaubsort überzeugt. Karin Zillmer (59) hat vier Jahre lang in dem Verein Ökosolar gearbeitet, der dieses Jahr sein 30-jähriges Jubiläum feiert. Von uns regelrecht überfallen, ist sie gleich Profi und nimmt sich Zeit für einen Rundgang mit uns durch diesen Garten der Sinne.

Die Legende besagt, dass die Zisterzienser-Mönche vor 800 Jahren den Auftrag bekamen, einen möglichst unzugänglichen Ort zu suchen, um sich vor Angriffen zu schützen. Dabei fanden sie Himmelpfort. Das Kloster steht heute noch als Wahrzeichen in der Stadt, wird aber nur noch als Gemeindekirche genutzt. Karin Zillmer und die anderen Mitarbeiter des Vereins haben sich aber zum Ziel gesetzt, die alte Pflanz- und Anbautradition der Mönche fortzuführen. So findet sich in dem Kloster-Kräutergarten ein Potpourri aus Färberpflanzen, Heil- und Gewürzkräutern, ein Ruhebereich für Meditation und Hexenkräutern – auch Giftbeet genannt. Letzteres beeindruckt auch heute noch durch eine Anzahl hoch toxischer Gewächse wie Schlafmohn, Blauer Eisenhut, Bittersüßer Nachtschatten, Fingerhut, Stechpalme und Einbeere. Die Mönche verwendeten sie damals für giftige Tinkturen, heute dürfen sie nur noch zu Anschauungszwecken angebaut werden.

Karin Zillmer erzählt mit einer solchen Leidenschaft, dass wir kurz über die Erweiterung eines Kräutergartens auf unserem Floß nachdenken. Sie selbst ist vor 40 Jahren der Liebe wegen nach Himmelpfort gekommen und „kleben geblieben“, wie sie selbst sagt. Nun arbeitet die gebürtige Leipzigerin im berühmten Weihnachtshaus und führt uns damit gleich zu unserem nächsten Ziel.