Verwildern erwünscht

bunte-meter-diedrichsen-donnellyNicole Diedrichsen-Donnelly meldet uns 20 Bunte Meter aus ihrem Garten in Mielkendorf, Schleswig-Holstein: „Mein Bunter Meter war eine regelmäßig gemähte Rasenfläche mit Kräutern in der Mitte, die immer weniger gemäht und beschnitten wurde und seit 2015 verwildern darf. Am Rand befindet sich ein Insektenhotel und gegenüber eine Bank, von der aus man die Bunten Meter und das Treiben darauf betrachten kann. Dieses Jahr waren das erst Mal ca. 9 verschiedene Schmetterlingsarten und ein Spanner auf den Bunten Metern zu sehen, wie z.B. Tagpfauenauge, Kleiner Feuerfalter und ein Bläuling (Gemeiner Bläuling?). Es ist auch sehr interessant, wie sich die Flora verändert, so gab es anfänglich viel Gras und etwas Schafgarbe, nun mehr Disteln und Brennnesseln und wilde Erdbeeren (lecker!). Die Bunten Meter sind komplett sich selbst überlassen, außer einer Stelle, die als Weg dient, entfernen von kleinen Bäumen und Büschen und Ernten von essbaren Wildpflanzen in kleinen Mengen (von der Hand in den Mund). Im Winter war unter den alten Pflanzen frisches Moos zu finden und die Tiere können dort überwintern, da nicht gemäht wird. Es ist eine Freude von der Bank aus die Tiere und Pflanzen, die sich dort eingefunden haben, zu beobachten.“

NABU Rhede erschafft Garten für Kindergruppen

bunte-meter-rhedeBeate Krienke sendet uns im Auftrag der NABU-Gruppe Rhede in Nordrhein-Westfalen tolle Fotos von den 200 Bunten Metern, die in der Kommune entstanden sind. Sie schreibt uns dazu: „Wir haben von der Stadt Rhede eine Ausgleichsfläche erhalten. Dort war vorher eine Brachfläche. Wir haben einen NABU-Garten mit vier Bereichen für unsere Kindergruppen angelegt: einem Staudenbeetbereich, einer Blühwiese, einer Obstwiese und einem Wasserbereich mit angrenzender Brennesselwildnis.“

NABU Cuxhaven erhält 29400 Bunte Meter

Dr. Hans-J. Ropers schickt uns im Auftrag des NABU Cuxhaven einen Brief mit Fotos und einer Beschreibung zu den Bunten Metern:bunte-meter-cuxhaven

 

„Am Wurster Seedeich bei Cappel-Neufeld wurde im Jahr 2008 auf einer Strecke von 2100 Metern ein Deichverteidigungsweg am Rande des Nationalparks angelegt (aber außerhalb), der beidseitig von einem 5 bis 9 Meter breitem Pflasterstreifen flankiert wird. Dort hat sich im Laufe der Jahre eine von diversen Schmetterlingsblütlern wie Rot-. Weiß- und Hornklee, Luzerne und Hauhechel, dominierte Ritzenvegetation ausgebildet, die allerdings von den Landwirten, die den Deich zur Silograsgewinnung nutzen, meist mehrmals im bunte-meter-cuxhaven2Jahr abgemäht wurde. In diesem Jahr ist es dem NABU Cuxhaven im Rahmen eine landesweiten NABU-Projektes zum Schutz seltener Hummelarten gemeinsam mit dem Naturschutzamt und der Nationalparkverwaltung gelungen, die Landwirte zu einer Schonung dieses Streifens zu bewegen. So wird die Vegetation dort seit diesem Jahr nicht mehr gemäht und eine entsprechende Praxis ist auch für die folgenden Jahre verabredet. Dass der Stieglitz von diesen nun dauerhaft gesicherten 29 400 Bunten Metern auch direkt profitiert, zeigt das beigefügte Foto.“

Es war einmal…

bunte-meter-katharina-kreuzKatharina Kreutz aus Frankfurt am Main schickt uns Bilder von den neu gepflanzten sechs Bunten Metern in ihrem Garten. Dazu schreibt sie uns: „Zuvor war auf der Fläche ein Hügel mit Rasen. Nach dem ich diesen abgetragen und die Samenmischung ‚Bunte Meter‘ eingesät habe, war zusätzlich noch Platz für ein Wildbienenhotel. Dieses habe ich aus verschiedenen Modulen zusammen gebaut und es wurde schon in diesem 1. Jahr gut besucht :)“

50 Bunte Meter in Taucha

bunte-meter-jahnJaquelin Jahn aus Taucha in Sachsen schickt uns tolle Bilder von ihren 50 neu entstandenen Bunten Metern und schreibt in der Mail: „Ich wünsche dem NABU und uns allen noch viele Bunte Meter! Die Fläche ist der Wiesensaum am rückwärtigen Wanderweg meines Grundstückes, das bisher nur eine Wiese war, die wir regelmäßig gemäht haben. Jetzt habe ich 1 Weißdorn und 10 Ebereschen gepflanzt, sowie drei wilde Flieder, ebenso auf meinem hinteren Grundstück, dort auch Hundsrosen, die wilde Hagebutte habe ich belassen, für die Vögel lasse ich die Früchte dran als Winterfutter. Ein ca. zwei Meter breiter Streifen an meinem Zaun rechts wird nicht gemäht. Ich habe dort mehrere Holzstapel (Längs und rund) als Rückzugsorte für Kleintiere angelegt. Dazwischen wachsen Sträucher wie Illux, Knallerbsen wechselnd mit Bäumen wie einer Birke und 2 Korkenzieherweiden.“