Online-Tagebuch der Herbstfreizeit I 2021

Moin liebes Elternvolk da Draußen!
Mit 64 Kids und 9 Betreuern bei frischlichen Temperaturen starten wir in die Herbstfreizeiten. Und was haben wir uns nicht alles Brandneues vorgenommen: Mit Wärmebildkameras Verstecken spielen, Sonnenblumenöl pressen und den frisch gemauerten Pizzaofen einbrutzeln. Dazu schmurgeln die ersten Apfelchips im Dörrapparat und Kartoffeln zum Nachsuchen warten auf den Äckern. Es wird bunt und aufregend abenteuerlich lustig werden, das können wir Euch und vor allem den Kids versprechen.

Das sollte als „Teaser“ reichen, Euch jeden Abend an diesen Blog zu fesseln – Viel Spaß!

Das NABU-Team

Tag 1 – Anreise

 

Tag 2 – Kennenlernen

Sonntag, den 17.10.21 – Wildschweinkessel (Fabian, Frederik, Levi, Levi, Linus und Marko)

Heute Morgen gab es wieder ein vorzügliches Frühstück (Anm. d. Red.: So ist es, bzw. war es.). Anschließend gab es einen Stationslauf, wo man verschiedene Aufgaben bewältigen musste (Anm. d. Red.: Eigentlich als Orientierungslauf geplant, dann in hemmungsloses Getobe abgedriftet und bei einigen Zimmern auf der Suche nach den Stationen wahrlich in einem Desorientierungslauf gemündet…).

Zu diesen gehörten das Spiel: „Wer bin ich“, Natur-Memory und auf einem Stein als Gruppe stellen ohne den Boden zu berühren. Auch ein kuscheliges Gruppenbild war eine der Aufgaben.

Zum Mittagessen gab es Reis und Gemüse in Soße. Obwohl optisch nicht so ansprechend (Anm. d. Red.: Och, soo schlimm sah das Gemüse samt Kichererbsen nun wirklich nicht aus), war der Geschmack sehr gut.

Die Aktion am Nachmittag bestand aus einer Fahrradtour zu einem schönen Waldstück außerhalb der Dreptefarm mit anschließendem „Tierstratego“-Spiel. Daraufhin gab es eben Abendessen. Dabei gab es Brötchen mit Aufstrich und Käse.

Als nächstes folgt heute noch das Spiel „Leuchtturm“ und dann werden wir erschöpft und glücklich ins Bett gehen, um den nächsten schönen Tag auf der NABU-Dreptefarm zu erleben (Anm. d. Red.: Schleimer!).

Eure Wildis
Fabian, Frederik, Levi, Levi, Linus und Marko!

 

Tag 3 – und ACTION!

Montag, 18.10 2021 – Mausohren (Maja, Finja, Rika, Nele, Cora. Leánne)

Wir sind aufgestanden und es war die beste Nacht seit langem (Anm. d. Red.: Nunja, in Relation zu Eurem bislang doch recht kurzen Leben mag das sein. Für mich war es eher eine durchschnittliche Nacht, die Schulter zwickte und die alte Kriegsverletzung meldete sich auch mal, scheint einen  Wetterumschwung zu geben. Aber ich schweife ab…)

Nach dem Frühstuck haben wir den neuen Pizzaofen eingeweiht. Mhhhh lecker verbrannter Pizzaboden! (Anm. d. Red.: Jepp, beim ersten Test unseres Pizzaofens litten zwei von zwölf Blechen an zuviel Unterhitze, kein schlechter Schnitt)

Sönke hat uns in die Schaufel vom Traktor gelassen und ein paar Kindern fast eine Gehirnerschütterung verpasst! (Anm. d. Red.: Immer diese Dramaqueens… wenn Eure Birnen weicher als so eine unschuldige Treckerschaufel sind, denn bleibt doch Draußen, Ätsch!)

Bevor es die Pizza gab, wurden die Tiere von uns durchgeknuddelt und ausgemistet. Wir mussten leider festellen, dass wir vergessen haben sie auf die Pizzen zu legen. (Anm. d. Moritz: Hallo?! Vegetarische Freizeit!) FÜR DIE VEGANER! Am Nachmittag (nach den verbrannten und vermehlten Pizzaböden) (Anm. d. Red.: Gääähn…BOOOOORING!) wurden wir in drei Gruppen eingeteilt, die eine Gruppe wurde mit dem Traktor raus gefahren und „ausgesetzt“.

Die zweite Gruppe war bei der Schnitzwanderung unterwegs. Auf dem Weg haben sich diverse Kinder in Wasser oder Gülle „gelegt“. Am Ziel angelangt wurde dann etwas Holzarbeit betrieben.

Die dritte Gruppe war auf einer Eselwanderung, die mega chillig war yo! Diese Gruppe ist eine Stunde vor den andereren Gruppen angekommen und wurde dann zum Feuerholz sammeln verurteilt. Wir freuen uns alle auf das Lagerfeuer und Popcorn und Punsch!!!! Legga!

Jetzt müssen wir uns aber beeilen sonst kriegen wir keinen Punsch mehr! Nom nom nom…

 

Tag 4 – Regenradeln

Dienstag, 19.10 2021 – Langohren (Emma, Janne, Leoni, Lotti und Mia)

Hallo und herzlich willkommen zur Tagesschau!
Eigentlich wollten wir noch weiterschlafen, jedoch haben die Betreuer uns gezwungen um 8:49 Uhr aufzustehen (Anm. d. Red.: Endlich holen Euch die Ruhestörungen der ersten Nächte ein… MUHAHAHA!).

Völlig verschlafen sind wir zum Frühstück gegangen und leider mit dem Kopf im Essen wieder eingeschlafen. Nach dem zweiten Nickerchen, was uns wiederum verboten wurde, ging es raus in die Kälte. Anschließend haben wir Jäger und Gejagte gespielt und sind deshalb mit Wäscheklammern durch den Wald gerannt.

Ein Mitglied des Zimmers konnte aufgrund einer Verletzung am Fuß leider nicht teilnehmen (Anm. d. Red.: Elendes Simulantentum!). Leider war das Spiel von den Betreuern nicht wirklich durchdacht worden (Anmerkung des Betreuers des Reporterdiensts: Ich war nicht für die Organisation verantwortlich) (Anm. d. Chef-Red.: Daran krankt’s dann schon, wenn sich die Loide hier rausziehen, statt stramm zu teamen. Aber ein völlig neues Spiel hakelt machmal auch. Und das Hakeln lag leider hauptsächlich daran, dass pandemisch-sozialverwahrloste Teilnehmer die Regeln ignorierten und einfach unfair spielten).

Deshalb wurde danach Merkball gespielt (Anm. d. Red.: Ein angemessen extrem simples Spiel, wo alle Teilnehmer auf dem Sandplatz im Blick gehalten und Schummeleien ausgebremst werden können. Dennoch gab es auch dort unglaubliche Szenen mit Jungs die keinerlei Einsicht bei Spielregelverletzungen zeigten. Da fragt man sich, wie die durch die Schule/den Sportverein o.ä. kommen. Das könnte einem egal sein, wenn diese unfairen Heinis nicht allen die anspruchsvolleren Spiele mit schönster Gruppendynamik versauen würden), wo zwei Betreuer (Danny, Marcel) alle Kinder hops genommen haben, indem sie ihnen die sandigen, aber weichen Bälle ins Gesicht geworfen haben (Anm. d. Red.: Softbälle, Ihr Weichbirnen :-D).

Heute Nachmittag wurden dann zwei Fahrradtouren durchgeführt, die leider nach Alter getrennt waren. Auch wenn wir gerne mit den Älteren Kürbisse holen gefahren wären, sind wir dann mit den Jüngeren in das Moor gefahren (Anm. d. Red.: Nee, nee, meine Damen, da leidet Ihr aber unter gewaltiger Selbstüberschätzung. Wenn Ihr die 22 km bei dem Tempo und den Spielen dabei gewesen wäret, wäre das Gejaule riesengroß geworden. Wir wissen schon ganz gut, was wir hier machen und wie wir die Gruppen einteilen.)

Dort stand ein Schild mit der Aufschrift „Achtung, Lebensgefahr“ (Anm. d. Red.: Huiuiui…!). Alle haben sich gefreut, dass wir trotzdem da langgehen durften, wir sind aber alle bis zu den Knien eingesunken. Die, die keine Gummistiefel dabei hatten, sind barfuß durch das Moor und den Matsch gegangen. Die Kinder ohne Gummistiefel hatten aber den großen Vorteil, dass sie weiter in das Wasser gehen konnten als die Kinder mit Gummistiefeln, auch wenn sie kalte Füße bekamen. Dann sind wir bei einem Aussichtsturm angekommen, der definitiv höher als der Eiffelturm war (vielleicht war er aber auch etwas kleiner). Von dort aus haben wir uns das Moor mit Ferngläsern angeguckt. Dann sind wir den Weg wieder zurück zum Schullandheim gefahren auf dem 10.000 Ketten rausgesprungen sind (oder vielleicht doch nur eine). Eben gab es Abendessen und gleich findet noch ein Spieleabend statt.
Das war die Tagesschau, bis morgen.
Emma, Janne, Leoni und Lotti (und Mia unsere ausgedachte, aber existierende Zimmerkollegin)

 

 

 

 

 

 

Tag 5 – Herbstwettertrotzen

Mittwoch, 20.10.21 – Eichhörnchenkobel (Rikus, Etienne, Tian, Tom, Josiah, Moritz)

Es ist mittlerweile schon Mittwoch. Wir sind morgens um 8.45 Uhr aufgestanden (Anm. d. Red: Na, da winkt doch schon der Pulitzer-Preis…). Dann wurden wir zum Frühstück geläutet. Super Brötchen gab es, mit Aufstrich wie bisher jeden Morgen.

Nach dem Frühstück, als alle mit ihren Aufgaben fertig waren, gab es verschiedene Workshopangebote. Zur Auswahl standen Schnitzen, Sonnenblumenöl-Pressen, Tiere kuscheln, Fahrräder reparieren, Fußballgolf und Slackline (Anm. d. Red: Sag noch einer, hier wäre es langweilig).

Das Reparieren lief gut. Wir haben mehr als acht Räder wieder zum Laufen gebracht. Beim Schnitzen konnte man sich gut mit den anderen unterhalten, auch wenn jeder etwas anderes geschnitzt hat, wie z.B. ein Messer oder einen Stock mit Mustern. Fußballgolf war ebenfalls sehr spaßig, da die Bahnen richtig cool im Wald aufgebaut waren.

Nach den Workshops gab es Gnocchi mit Tomatensoße und Käse überbacken. Mittagsessen war echt Baba (Anm. d. Red: Nunja, das übersetzen wir mal aus der Jugendsprache mit „Lecker“ oder „genießbar, im weitesten Sinne“)

Heute gab es wie gestern eine Mittagspause von einer Stunde und einige blieben Drinnen, um zu lesen oder zu schlafen, und die anderen konnten Draußen sein und zum Beispiel Wahrheit oder Pflicht spielen (Anm. d. Red: Ohoooo… was ist denn da an mir vorbeigegangen?! Dass ich das hier erfahren muss…)

Nach der Mittagspause sind wir alle zusammen in den Wald außerhalb der Dreptefarm gelaufen und haben dort auf einer großen Fläche Capture the flag gespielt. Die erste Runde war leider schon nach fünf Minuten beendet, da die Flagge nicht genug bewacht wurde. In der zweiten Runde haben wir souverän gewonnen.

Anschließend spielten wir noch British-bulldog im Wald und auf dem Sandplatz der Dreptefarm und als es anfing zu regnen gab es zum Glück schon Abendessen. Nun müssen wir noch unsere Zimmer aufräumen, damit wir in den Kiosk ein bisschen shoppen gehen können, um uns wieder auf schwere Zeiten vorzubereiten (Anm. d. Red: Und die werden ganz, ganz sicher kommen, muhahahahaaaa!).

 

 

Tag 6 – Kinda in da House

Donnerstag, 21.10.21 – Zwergfledermäuse (Amelie, Fenya, Gesa, Johanna, Katharina und Mascha)

Heute Morgen begann der Tag mit einem leckeren Frühstück (Anm. d. Red.: Same procedure as ev’ry mornin‘). Danach wurde verkündet, (Anm. d. Red.: Täterärtääää!) dass wir heute verschiedene Workshops machen können.

Die Workshops waren: Kürbisse schnitzen, Freundschaftsarmbänder und Perlentiere herstellen und Werwolf spielen. Nach dem Vormittagsprogramm mit anschließendem Mittagessen kam eine Anklage im Spiel „Mörder“. Bei diesem Spiel geht es darum, dass ein Kind oder jemand aus dem Betreuerteam (Anm. d. Red.: Wer weiß??!) einen Gegenstand erhalten hat und dadurch zum Mörder wurde. Dieser Gegenstand war ein Marienkäfer (Anm. d. Red.: Damit klingt das Spiel doch gleich viiiiel harmloser. „Wer hat Dich umgebracht?“ „Ein Marienkäfer…!“). Wenn er oder sie diesen Gegenstand einer anderen Person zeigt, stirbt diese Person im Spiel und die Überlebenden müssen herausfinden, wer der Mörder ist.

Nach der Anklage gab es Mittagspause. Die Kinder, die wollten, durften auch rausgehen und haben im ausgetrocknetem See gespielt oder auf dem Spielplatz nebenan gespielt. Außerdem haben einige Kinder im Pavillon draußen Karten gespielt.

Danach gingen die Workshops weiter. Am Nachmittag bestand das Angebot daraus, mit Korkenpistolen zu schießen, auf dem Flur zu kegeln, eine Tanzchoreographie zu erstellen, Standardtänze zu lernen, eigene Gipsmasken zu basteln und der „Boden ist Lava“ zu spielen.

Zum Abschluss gab es noch Abendbrot und die Ankläger starben aufgrund einer falschen Anklage, wiederum im Spiel „Mörder“. Gleich gibt es noch die Möglichkeit in der Disco zu spielen, mit den Größeren eine Schnitzeljagd durchzuführen oder im Korkenbad zu spielen und das Spiel „Verstecken im Dunkeln“ zu spielen.

Das war es mit dem heutigen Tag, eure Zwerge.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tag 7 – Discofieber

Freitag, 22.10.2021 – Abendsegler (Antonia, Emma, Erla, Svea, Lientje, Anne)

Hallo,

heute wurden wir wie immer lieblich, sanft und voller Liebe aufgeweckt. Danach gab es ein extravagantes Frühstück, also wie immer (BRÖTCHEN). Darauf gingen wir mit vollem Magen und Elan nach draußen, um den Tierdienst XXL schnell zu erledigen. Durch den Regen mussten wir diese Freude beim Scheiße weg-machen schnell zu Ende bringen und haben uns auf unsere Zimmer verkrochen. Die Glocke läutete uns zu dem deliziösen Mittagessen (NUDELN MIT TOMATENSAUCE). Nach der Mittagspause, die für die draußen bleibenden Homo Sapiens äußerst feucht war ging es zu einem nahe gelegenen Hügel, wo wir das alt berüchtigte Spiel (LUCHS UND REH) gespielt haben. Nach zwei aufregenden Runden wurden wir wieder in die Zimmer getrieben und nach kurzer Traktzeit zum Duschen verleitet. Abendessen darf nicht fehlen und so sitzen wir nach dem fabelhaften Essen (BROT) am Tisch nud schreiben mühevoll von Hand diesen Tagebucheintrag. Dies tun wir selbstverständlich liebend gern und da hier bereits die Vorbereitungen auf die anstehende Disco voll im Gange sind beenden wir (die Ältesten) diesen Eintrag. Wir hatten bis jetzt einen tollen Tag, welcher jetzt ausklingt.

Bis morgen!

Anm. d. Red.: Ohne Worte 😀

 

P.S.: Erstmal noch ein paar Impressionen vom gestrigen Korkenbad, der Schnitzeljagd im Heim vom „großen“ Mädelszimmer und dem Zwinkermord in der Disco…

 

Letzter Abend

Abschließend ein paar Bilder der gerade tobenden wilden Party im Discoraum. Nachher gibt es natürlich noch festliches Geschmause mit Chips und Limo und um 0 Uhr feiern wir in die Geburtstage von Bosse und Tian rein.

Eine tolle Woche ist schon wieder rasend schnell umgegangen, danke an alle vom Betreuer-Team:
Reentje, Vici, Alex, Peter, Claas, Marcel, Danny und Moritz

Euer Red.-Sönke

 

 

NABU Bremen

NABU Bremen

Wir berichten von den Freizeiten des NABU Bremen.

3 Kommentare

Iris

22.10.2021, 21:34

Ich kann mich dem nur anschließen, es ist einfach klasse was ihr macht mit den Kindern. Wir erleben auch diese eine Woche offline, woran wir uns gewöhnen mussten, aber es tut wirklich gut. Unsere Tochter kam wieder und meinte, ich habe nicht einmal an zu Hause gedacht. Perfekt! DANKE Ihr seid großartig!

Antworten

Nicole

21.10.2021, 23:43

Seid der ersten Freizeit, die meine Kinder auf der Dreptefarm mit gemacht haben. Begegnete Ihnen das erste Mal, dass Gefühl von Heimweh. Weil sie alleine, zurück zu Hause, die Farm, die Kinder, die Betreuer und all die Gelegenheiten und Aktivitäten vermisst haben. Alles was zu Hause kaum vorstellbar ist, ist so liebenswert auf der Farm. Vergessen sind alle Arten von Medien, selbst Fleisch ist unwichtig. Was zählt sind die gemeinsamen Erlebnisse, in der Natur, die Freude, die Tiere, selbst Dienste, erledigt man gerne. Das schönste was meinen Kindern widerfahren konnte, ist die Farm vom NaBu. Danke an alle die dies ermöglichen. Es ist großartig was ihr leistet!!!

Antworten
NABU Bremen

NABU Bremen

22.10.2021, 20:43

Au danke, das tut gut und bestätigt uns. Wir geben uns ja auch reell Mühe!

Antworten

Hinterlasse einen Kommentar

Bitte bleibe höflich.
Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht und Pflichtfelder sind markiert.