Online-Tagebuch der Herbstfreizeit I 2020

Dank des Mutes und klaren Blickes für die Quatschigkeit des Beherbergungsverbotes haben wir vom Cuxhavener Gesundheitsamt eine Ausnahmegenehmigung für unsere Freizeiten bekommen. Dafür danken wir gar sehr und versprechen auch, keine Sozialkontakte aus der Freizeit heraus zu haben. Damit fällt zwar weiterhin die Einkaufstour in Hagen flach, aber hey, dafür ist doch Freizeit!
Mit 40 Kids und 6 Betreuern (einige kurzfristige Quarantäneabsagen inklusive) starten wir bei herbstlichem Aprilwetter in eine superdupermegatolle Ferienwoche!

Was wir hier so alles erleben, lest Ihr Er- und Belesenen an dieser Stelle jümmers Abends, nach dem Abendbrot.

Das NABU-Team
Nele, Svea, Reentje, Moritz, Danny & Sönke

Tag 2

Wasserfledermäuse – Greta, Martha, Mareike, Ixchel, Ella

Heute Morgen sind wir schon recht früh aufgewacht (Anm. d. Red.: Mir wurde selbiges vom geräderten Restteam zugetragen…). Zum Frühstück gab es jede Menge Brötchen, eine Auswahl aus verschiedenen Belägen, Aufstrich, oder Müsli. (Anm. d. Red.: Genau. Das muss ich auch mal wirklich lobend erwähnen. Alles bio,  zwar schmerzhaft vegetarisch, aber sehr lecker und abwechslungsreich. Gestern Abend hatte ich mit einem Kind angesichts von 4 Sorten Käse und 4 verschiedenen Brotaufstrichen {die leckeren teuren, nicht die vegane Pampe vom Lidl} noch eine Diskussion, dass die Auswahl doch sehr bescheiden sei. Wenn das der Maßstab ist, dann haben wir wahrlich die spätrömische Dekadenz langsam eingeholt.)

Nach dem Frühstück sind wir raus gegangen und haben verschiedene Spiele gespielt. Zuerst war das Spiel Königsfrei dran: Ein Spiel wie Verstecken mit Abklatsch, wobei die Runde schon vorbei ist, wenn jemand sich frei tickt. Dann noch Zehnerball wobei ein riesiges Chaos entstanden ist (Anm. d. Red.: Coronakonform war das nicht wirklich, öhäm, öhäm…), Merkball und daraufhin Dänische Dogge (Anm. d. Red.: British Bulldog war ja nicht so erlaubt).

Gut ausgetobt waren wir alle hungrig und haben uns sehr über das Mittagessen gefreut. Zu Mittag gab es Gnocci mit Brokkoli, dazu Salat und zum Nachtisch gab es ein leckeres Capri-Eis! Danach hatten wir eine Stunde lang entweder Mittagspause oder draußen Freispiel. Nach dieser Stunde sind wir mit den Fahrrädern los: Wir sind zuerst zu einem großen Feld gefahren, wo wir nach Feuersteinen gesucht haben um darin Versteinerungen zu finden (Anm. d. Red.: War zwar diesmal nix Spektakuläres dabei, aber ein paar hübsche Sachen schon).

Die Großen davon (Anm. d. Red.: gemeint sind Steine) haben wir auch mit Werkzeugen zerschlagen um zu sehen ob darin etwas eingeschlossen ist. Danach sind wir wieder auf unsere Drahtesel gehopst und zu einem Maisfeld in der Nähe gefahren um ein schnelles Spiel zu spielen. Es heißt „Schwanztreten“, wobei sich jeder ein Maisblatt in den Schuh steckt. Ziel war der/die letzte mit einem der langen Blätter im Schuh zu sein.

Daraufhin ging es wieder zur Farm, wo erst mal eine Weile lang Aufenthalt draußen war. Währenddessen waren auch ein paar beim Tierdienst oder beim Esel-/Lamadienst. Uns ist dann etwas kalt geworden, auf in die Wärme also, Hände waschen und Abendessen. Jetzt sitzen wir im Kaminzimmer und schreiben diesen Text und sind schon auf das Spiel gespannt, dass wir gleich noch draußen spielen werden (Anm. d. Red.: Und ich erst, frisch ausgedachte „Glühwürmchenpaarung“ soll es geben…)

Tag 3

(Zwergfledermäuse – Hilke, Elsa, Ebba, Linnea)

Wir wurden mit Musik geweckt, (Anm. d. Red.: Töröööö!) dann gab es ein leckeres Frühstück. Nach dem Frühstück wurde das Spiel „Mörder“ erklärt. Das Spiel geht über mehrere Tage und es gibt einen Mörder. Dieser Mörder hat einen Marienkäfer,  (Anm. d. Red.: „Der Marienkäfermörder“, Durbridge wäre stolz auf uns) wenn der Mörder mit jemandem alleine ist, kann er demjenigen den Marienkäfer zeigen und so „umbringen“. (Anm. d. Red.: Und ich weiß, wer es ist… nicht der Gärtner)

Draußen haben wir Tierdienst XXL gemacht, wo alle in Gruppen zu den verschiedenen Tieren gehen und sauber machen und füttern. Wir waren alle bei den Lamas. Danach durften einige von uns in die Schaufel vom Traktor steigen und da drin hat es stark gewackelt (Anm. d. Red.: Muhahaha!).

Das ganze ging bis zum Mittagessen, da gab es Kartoffelsuppe (Anm. d. Red.: Nee, Zucchinisuppe, O-Ton Kind: „Die beste Suppe, die ich je gegessen hab!“, na das habe ich gleich an die Küche weitergegeben).

Danach wurden wir in Gruppen eingeteilt – die Großen und die Kleinen und haben jeweils eine Schnitzeljagd gemacht. Ein paar Leute sind vorgegangen und haben Pfeile gelegt, die anderen hinterher. Als wir die Gesuchten gefunden haben gab es Kuchen.

Als wir den Kuchen fertig gegessen haben, haben wir auf der Wippe mit Danny eine Wette gemacht, natürlich hat er sie verloren und er musste Rasen futtern. (Anm. d. Red.: Danny ist einer unserer Betreuer, alles natürlich im Einverständis, aber mit Hinweis auf seinen fragilen Arbeitsvertrag)

Zurück bei der Farm hatten wir Freispiel. Danach hat es zum Abendessen gebimmelt und wir sind rein gestürmt. Jetzt haben wir Reporterdienst und später geht’s ins Korkenbad. Da sind auf einem Dachboden ganz viele Korken. (Anm. d. Red.: Und die „Großen“ schicken wir zur Mike-Meyers- und Scream-Maske in die Katakomben, muhahaha).

 

Tag 4

(Breitflügelfledermäuse – Carlotta, Pia, Eva, Paulina)

Heute haben wir um 9:00 Uhr gefrühstückt, Zähne geputzt und hatten dann draußen kurz Freispiel bis die Dienste fertig waren (Anm. d. Red.: Das klingt jetzt zackiger, als der Flohhaufen tatsächlich reagiert…).

Wir sind dann im Anhänger vom Traktor zu einem Birnenbaum gefahren und haben da welche gepflückt (Anm. d. Red.: Leckere Wildbirnen). Als wir genug gesammelt haben, haben wir ein Spiel gespielt wo wir in drei Gruppen eingeteilt wurden und versuchen mussten, den Schatz in der Mitte zu klauen ohne getickt zu werden.

Die Fahrten im Traktor waren sehr lustig (Anm. d. Red.: Natürlich nur über Feldwege ohne Verkehrszulassung, die nicht der StVO unterliegen…). Danach sind wir zurück gefahren und haben da noch mal kurz Pause gemacht.

Zu Mittag gab es Kartoffelecken mit Quark und Salat, das hat gut geschmeckt. Dann war Mittagspause, da haben wir entweder draußen gespielt, gelesen, oder drinnen geschlafen.

Nachmittags sind wir mit den Eseln auf Tour gegangen (Anm. d. Red.: Ehrensache, auf der Dreptefarm), da durfte man reiten oder die Esel führen. Wir sind zu einer großen Wiese gelaufen und haben da Kuchen gegessen. Danach sind wir über einen anderen Weg wieder zurück zur Dreptefarm gegangen. (Anm. d. Red.: Also quasi einmal um‘ Pudding) Zurück angekommen hatten wir wieder Freispielzeit bis zum Abendbrot. Jetzt haben wir gerade Reporterdienst und gleich werden wir drinnen „Verstecken im Dunkeln“ spielen.

Und dann gehen wir schlafen, gute Nacht! Das war ein sehr schöner Tag (Anm. d. Red.: So seh‘ ich das auch!).

 

P.S.: Nachgereicht zwei Bilder vom Katakomben-Special der Großen…

Tag 5

(Abendsegler – Antonia, Emma, Jonna, Svea)

Heute Morgen wurden wir wieder mit Musik geweckt (Anm. d. Red.: Wummtataaa!). Es gab Frühstück. (Anm. d. Red.: Wir können so großzügig sein…) Danach konnten wir zwischen drei Workshops wählen: Schnitzen, Armbänder flechten und Keschern.

Dann gab es Nudeln mit Tomatensauce zu Mittagessen. Dann gab es eine freiwillige Mittagspause, wo man entweder drinnen bleiben konnte oder raus gehen konnte. (Anm. d. Red.: Und DANN?)

Danach sind wir mit dem Fahrrad los gefahren (Anm. d. Red.: Aha!). Wir sind zu einer Sandgrube gefahren, wo wir dann „Capture The Flag“ gespielt haben. Am Ende ist es unentschieden ausgegangen, da wir zu lange gebraucht haben (Anm. d. Red.: Nö, weil wir in großartiger Genialität exakt gleichstarke Mannschaften gebildet haben).

Nach dem Spiel gab es Kuchen, der sehr gemundet hat. Anschließend sind wir zu einem Kartoffelfeld gefahren, das direkt in der Nähe war um da Kartoffeln für das Abendessen morgen zu sammeln (Anm. d. Red.: Bevor hier moralische Bedenken aufkommen: Es war ein gestern abgeerntetes Feld auf dem wir die frischen, liegengebliebenen Kartoffeln höchstens den Wildschweinen vorm Rüssel weggesammelt haben).

Auf dem Weg gab es ein paar Komplikationen (Anm. d. Red: Ein paar ist gut – ein ganzer Vorderreifen hat sich gelöst und ein nicht ganz sicherer Opa cruiste mit seinem Rad durch die Kinderschar, lag dann wie ein Käfer auf dem Rücken im Felde und radelte wortlos weiter. Leute gibbs). Zurück (Anm. d. Red.: im / am Heim) gab es noch Zeit wo (Anm. d. Red.: in der) wir uns frei beschäftigen konnten.

Vor dem Essen wurden noch die Tierdienste erledigt. Dann gab es Abendessen, das gewöhnliche und Reste vom Mittagessen (Anm. d. Red.: Das klingt denn doch zu profan: Die Küche hatte die übrig gebliebenen Nudeln vom Mittagstisch knusprig mit Käse überbacken, schleck!). Jetzt sitzen wir hier und haben Reporterdienst. Später wird es noch eine Nachtwanderung geben.

 

Tag 6

(Marderhöhle – Oskar, Josiah, Moritz, Tjark)

Heute sind wir um 9:00 Uhr aufgestanden (Anm. d. Red.: Und keine Sekunde später!). Nachdem wir uns frisch gemacht haben (Anm. d. Red.: Ohooo!), gab es Frühstück. Dann hatten wir 10 Minuten Zeit auf dem Trakt und sind dann raus gegangen und haben auf die Dienste gewartet.

Als alle zurück waren, haben wir zusammen „Tierstratego“ gespielt. Das ist ein Spiel wo jeder eine Karte bekommt. Es wird in zwei Mannschaften eingeteilt. Auf den Karten stehen Namen von allen möglichen Tieren rund um die Dreptefarm. Einer der Namen ist markiert, die darüber sind stärker, die darunter schwächer. (Anm. d. Red.: Und ansonsten jagt man sich halt durch den Wald…)

Nach einer langen Runde gab es Mittagessen. Dort gab es Birnenklump (Anm. d. Red.: Aus den selbst gepflückten Wildbirnen!) mit Vanillesauce. Anschließend gab es eine eineinhalbstündige Mittagspause, wo man draußen oder drinnen sein konnte. (Anm. d. Red.: Wir Betreuer eher drinnen…gähn, schnarch)

Danach wurden wir in sechs Gruppen eingeteilt, wo alle mit Teamarbeit versucht haben, ein vernünftiges Feuer hinzukriegen. Vier davon brannten tatsächlich gut, sodass wir uns Feuerkartoffeln und Pfannenbrot machen konnten. Dann haben wir die Sachen hoch gebracht, haben geduscht, sollten unsere Zimmer noch aufräumen und gleich wird der Kiosk aufgemacht. Danach werden wir ins Bett gehen. (Anm. d. Red.: Und danach planen wir Betreuer den nächsten Tag, dann besprechen wir die Vorkommnisse des Tages, dann albern wir rum, dann putzen wir Zähne, dann gehen wir schlafen und dann – viel zu früh – klingelt der Wecker und dann, dann, dann…)

Tag 7

(Langohren – Jule, Anne, Lientje)

Moin unsere allergrößten Fans! (Anm. d. Red.: Hüstel, hüstel…!) Am Morgen haben wir zwei Workshops zu Auswahl gehabt. Jeder konnte entscheiden, ob man eine Fackel machen oder schnitzen möchte.

Nach dem Mittagessen standen Spiele für die Jüngeren auf dem Sandplatz und im Wald auf dem Programm. Zuerst Luchs und Reh, dann Tierstratego. (Anm. d. Red.: Sozusagen ein Potpourri der schönsten Geländespiele hier).

Für die Älteren ging es mit dem Trecker im Anhänger (Anm. d. Red.: ‚latürnich nur über Feldwege…) zu einem unbekannten Ort (Anm. d. Red.: in einem unbekannten Land vor gar nicht allzu langer Zeit….), weit von der Dreptefarm entfernt (Anm. d. Red.: Was nicht erst seit Einstein relativ ist).

Für die Leute die es noch nicht wissen: Es gibt eine neue Regel in der Disco. Diese besagt, dass die Mädels sich jeweils einen der Jungs für die Disco suchen müssen (Anm. d. Red.: Damenwahl!) und zusammen für mindestens ein Lied tanzen. Das finden wir super *hust hust*. (Anm. d. Red.: Und wir erst, *hechel, hechel*…)

Nach dem Abendessen wurden wieder Zettel aus dem öffentlichen Briefkasten vorgelesen (Anm. d. Red.: Bevor es Mißverständnisse gibt: Wir haben nicht den aus dem Dorf geknackt, wir haben einen Freizeit-internen, also gar nicht öffentlichen).

Gleich duschen wir und dann geht’s zur Party! Und wir machen uns mit Glitzersteinen schick (Anm. d. Red.: Uiuiuiiiii!).

Ciao Leute – Eure Partymeute

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

NABU Bremen

NABU Bremen

Wir berichten von den Freizeiten des NABU Bremen.

2 Kommentare

Annette

13.10.2020, 21:07

Vielen Dank für die tollen Berichte! Das sieht nach einer Menge Spaß aus :-)

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Jens

10.10.2020, 22:06

ich wünsch Euch eine tolle Zeit!

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