Online-Tagebuch der Sommerfreizeit I 2020

Moin leeve Lüüd,
tja, auch wenn Corona uns ganz ungewohntes Verhalten aufdrängt, hatten wir schon mächtig Spaß, kaum, dass die Tür hinter den letzten Eltern verriegelt wurde…

Mit 31 Kindern und 5 Betreuer*innen machen wir die nächsten Tage den Ferienort Wulsbüttel unsicher und suchen das Abenteuer. Was wir erleben, gibt es jeden Abend brühwarm und reich bebildert hier!

Nachtrag zu gestern: Eines unserer gesuchten und gefundenen Glühwürmchen von der Abendwanderung!

 

Tag 2

Hasensasse & Marderhöhle

Matías, Oskar, Arik, Tjark, Leon, Erik, Marco, Paul

Wir sind aufgewacht und es gab ein leckeres Frühstück mit Kakao (Anm. d. Red.: So wie das klingt, sah es nach dem Frühstück im Schweineeimer aus… wir haben das ganz traditionell getrennt zu uns genommen) . Nach den Diensten haben wir auf dem Sandplatz Merkball gespielt. Dann sind wir das zweite Mal in den See gehüpft. (Anm. d. Red.: Und wie! War ja auch herrlich schwül und das Wasser, ähem, öhäm, ähhh, erfrrrrischend)

Danach haben wir auch schon Kartoffeln zum Mittagessen gegessen. (Anm. d. Red.: Wie immer gibt es auf den NABU-Freizeiten vegetarische Verpflegung und die Kartoffeln rollten jetzt nicht einsam über den Teller, da gab es eine herrliche Tomaten-Paprika-Sauce und knackfrischen Krautsalat zu) Nach dem Essen gab es eine Mittagspause (Anm. d. Red.: bzw. das, was manche darunter verstehen …). Zusammen sind wir mit dem Fahrrad zur Drepte gefahren um Flöße zu bauen. Als wir dann wieder am Heim waren, hatten einige freie Zeit während der Esel- und Tierdienst gemacht wurde.

Nach dem Abendbrot werden wir noch Luchs und Reh spielen. Und nach einer freiwilligen Dusche dürfen wir ins Bett fallen (Anm. d. Red.: und wir noch den nächsten Tag planen). Am meisten hat uns das Schwimmen mit dem Surfbrettern gefallen. Aber der Tag war insgesamt gut. (Anm. d. Red.: Dem können wir uns nur anschließen. Ist schon geradezu unnatürlich, fast verstörend entspannend mit nur 31 Kids…)

 

Tag 3

Mausohren
Sarah, Leah, Malina, Lotta

Nach dem Frühstück haben wir uns umgezogen um eine Wasserrallye zu machen. Bei dieser gab es vier Aufgaben die wir bewältigen mussten (Anm. d. Red.: Eink’lich fünf, aber Mittag dräute schon, weshalb wir auf das Wettschwimmen leichthin verzichteten).

Als erstes mussten wir eines unserer Teammitglieder trocken, auf einem Surfbrett, über den See bringen. Als nächstes sollten wir in drei Minuten so viele Tennisbälle wie möglich aus dem Wasser sammeln (Anm. d. Red.: Mit immer einer Hand am Surfbrett).

Bei der nächsten Aufgabe mussten wir, mit Hilfe von Kellen, Wasser von einem Behälter in den nächsten bugsieren (Anm. d. Red.: Die entwürdigendsten Fotos vom hockenden Wasserschöpfen haben wir natürlich „gelöscht“. Gegen entsprechende Spende stellen wir sie gerne für die Diaschau während des 18. Geburtstags zur Verfügung, muhahaha)

In der letzten Aufgabe haben wir eines unserer Teammitglieder in ein Schlammmonster verwandelt. Nachdem wir uns umgezogen hatten, gab es Mittagessen und die Sieger wurden verkündet (Wir sind zweiter geworden!). Während die anderen ihre Dienste vollbracht haben, hatten wir eine Mittagspause. Danach sind wir 20 Kilometer, ähem Meter, wandern gegangen, um uns eigene Pfeile und Bogen zu schnitzen (Anm. d. Red.: Hallo?! Für die blöden Witze bin hier immer noch ich zuständig!). Dann gab es auch schon Abendessen. Jetzt sitzen wir hier und machen Reporterdienst und danach gehen wir Völkerball spielen und dann ins Bett. Das war’s von uns, Tschüsschen!

Tag 4

Langohren
Jette, Ixchel, Neve

Heute Vormittag haben wir einen XXL Tierdienst gemacht. Wir wurden alle aufgeteilt und haben bei den Gänsen, Schweinen, Eseln, Ziegen und Kaninchen sauber gemacht (Anm. d. Red.: Und ‚latürnich war der Trecker eine große Hilfe, auch beim Blödsinnmachen 🙂

Dann gab es Mittagessen. Nachmittags wurden wir in zwei (ungleichmäßige) Gruppen aufgeteilt. Der ersten Gruppe wurden die Fahrräder “geklaut“ und sie mussten sie wieder finden. Dazu sind sie durchs Moor gewandert und haben kleine Rätsel-Geschichten gelöst.

Die zweite Gruppe hat sich zwei Esel geschnappt und ein Kind durfte reiten während ein anderes geführt hat. Als wir Pause gemacht haben wurden Spiele gespielt und Kuchen gegessen.

Abends räumen wir unsere Zimmer auf und fegen (Anm. d. Red.: Das ist aber auch sowas von nötig…). Danach müssen wir duschen (Anm. d. Red.: siehe vorherige Bemerkung…). Und zuletzt gehen wir in den Kiosk und schlagen uns den Bauch voll. Bis morgen, und tschüss!

P.S.: Nachtrag vom Völkerball gestern…

Tag 5

Fuchsbau
Moritz, Tian, Julius, Elias

Nach dem Frühstück sind wir mit dem Trecker zum Blaubeer-pflücken gefahren. Ein paar Leute haben eine Blaubeer-Gang gegründet und haben am meisten Beeren gepflückt (Anm. d. Red.: Von wegen! Ich hatte meine alten Sammelkämme aus Schweden dabei und wir haben zu Zweit einen eigenen 5l-Eimer voll gesammelt. Allerdings ist dann auch immer reichlich Grünzeugs dabei, das muss man halt rauspulen – ein Nachteil gegenüber 58 fleissigen Kinderhänden).

Der Rückweg war etwas ungemütlich, da es geregnet hat und der Trecker Anhänger schmutzig war (Anm. d. Red.: Hatten wir nicht gesagt, olle Klamotten?!? Weshalb wohl… :-). Dann gab es Nudeln mit Tomatensauce und Käse. (Anm. d. Red.: Yeah, so langsam gewöhne ich mich an den Vegetarismus hier, hmmmm)

Danach sind wir mit dem Fahrrad zur Sandgrube gefahren und haben Tierstratego gespielt. Und dann sind wir zurück gefahren und es gab Abendessen (Anm. d. Red.: Und wie immer haben wir diesen Programmpunkt hemmungslos überzogen, so dass wir erst um 19:15 Uhr wieder anne Burg waren, füüt, füüt, füüüt…).

Es wurden Briefe aus der Zettelkiste vorgelesen (Anm. d. Red.: Handgeschrieben Briefe mehr oder weniger ernsten Inhaltes…). Heute Abend werden wir noch draußen Ballspiele oder Werwolf spielen. Das wars für heute, morgen gibt’s mehr.

Tag 6

Wasserfledermäuse & Zwergfledermäuse
Anne, Sarah Anna, Janina, Antonia, Anjali

Heute sind die Mädels durch Musik geweckt worden. Und danach haben wir gefrühstückt. Am Vormittag war ein Radio Reporter von Bremen 4 da (Anm. d. Red.: Den Beitrag gibt’s morgen in der Morgenshow 4 beginnt) und wir haben angefangen Löffel zu schnitzen. Nach einiger Zeit taten den meisten Kindern die Finger weh (Anm. d. Red.: Einem ganz besonders, der hat sich schön in den Daumen gesenst. Sicherheitshalber waren wir beim Arzt, kurz getapet und gut ist, nix ernstes also, Eltern sind informiert).

Dazwischen haben wir noch ein Fangspiel gespielt. Dies haben wir bis zum Mittagessen getan. Und zum Essen gab es Milchreis mit den selbstgepflückten Blaubeeren und Zimt und Zucker (Anm. d. Red.: Ohhhh yeaaahhh!).

Nach der Mittagspause sind wir nach draußen gegangen und konnten zwischen drei verschiedenen Aktivitäten entscheiden: Es gab Keschern, Hütten im Wald bauen und Eselkutsche fahren.

Danach hatten wir Freizeit und konnten unter anderem an unseren Löffeln weiterschnitzen. Beim Abendessen gab es noch Reste von Milchreis (aber nicht viel, die Kinder hatten beim Mittagessen sehr viel Hunger). Jetzt macht der Tischdienst Tischdienst und wir Reporterdienst. Gleich können wir entweder Werwolf oder andere Spiele spielen, Tischkickern oder mitsingen (und tanzen) wenn Sönke Gitarre spielt (Anm. d. Red.: Ohhhh yeaaahhh!).

Und dann gehen wir schlafen. Tschüss, gut Nacht.

Nachtrag von gestern Abend, u.a. das „Beklopptenschach“…

Tag 7

Breitflügelfledermäuse & Abendsegler
Lientje, Jule, Sanja Maryana, Linn, Inga

Heute wurden wir Mädchen göttlich von Musik geweckt (Anm. d. Red.: Oh lalala!). Nach dem Frühstück und als die Dienste erledigt waren, haben wir Gemüse für unser Mittagessen geschnippelt. Es gab gefüllte Teigtaschen vom Grill und wir durften eine kleine Mittagspause machen (Anm. d. Red.: Wurde auch reichlich genutz von wegen Discotauglichkeit).

Dann haben wir Lupenbrennen gemacht und unsere Löffel zu Ende geschnitzt und gebrannt. Kurz darauf sind wir noch für eine kleine Runde in den See gehüpft (Anm. d. Red.: voll spontan!). Antonia, Reentje, Arik und Sanja wurden mit Klamotten reingeschmissen (Anm. d. Red.: voll geplant!).

Nach dem Schwimmen gab es Abendbrot. Es gab Pfannenbrot vom Lagerfeuer und zum Nachtisch Schoko-Bananen oder Schokoladenfladen. Jetzt gleich duschen wir noch und dann geht die Party ab.

Tschüss ihr Leute, eure Partymeute!

 

Auch das Betreuerteam verabschiedet sich aus dem legendären Sommerlager 1 in Coronazeiten. Diese tolle Zeit hatten wir alle nötig und auch sowas von verdient!

Bleibt gesund, hoffentlich können wir im Herbst die Freizeiten wieder „normal“ durchführen.

Bis dahin grüßen

Tjark, Kim, Mareike, Reentje, Moritz & Sönke

 

P.S.: DISCOTIME!

 

Diese Zeichnung wollen wir nicht vorenthalten, wir stehen voll dahinter!

NABU Bremen

NABU Bremen

Wir berichten von den Freizeiten des NABU Bremen.

5 Kommentare

Kristina

24.07.2020, 14:11

Dem ganzen Betreuer*innen-Team herzlichen Dank für die superschönes Woche 💜🐷🦇🌲🦗🦛

Antworten

Marco

24.07.2020, 11:31

Wir haben die Bilder auch gern angesehen und freuen uns, daß die Kinder anscheinend sehr viel Spaß hatten. Gibt's eigentlich das Rezepte für das Pfannenbrot? Sieht lecker aus. Und wenn es auf der Dreptefarm ein leckeres Bentheimer Nackensteak gibt, dann sagt bitte bescheid!

Antworten

Patrick

21.07.2020, 10:10

Schön was für einen Spaß die Kinder haben :)

Antworten

Kristina

18.07.2020, 11:53

Fast so schön wie in Malle. Wir sind soooooo neidisch :( Dafür haben wir..... Nutella zum Frühstück. Bätsch.

Antworten

NABU Bremen

19.07.2020, 19:50

Pah! Wir haben Bionella, schmeckt noch viel geiler als das Industriezeugs und ist bio! Ätsch zurück :-D

Antworten

Hinterlasse einen Kommentar

Bitte bleibe höflich.
Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht und Pflichtfelder sind markiert.