Online-Tagebuch der Osterfreizeit I 2019

Moin, moin, liebe Eltern und Freizeiten-Interessierte!

Mit rekordmäßigen 54 Kindern starten wir die Osterfreizeit I und das Wetter soll superduper werden, freu! So langsam ruckeln sich die Zimmer zurecht, erste Fußballspiele und Beschnupperungen beim Klettern und Reifenschaukeln sind gemacht. Jetzt geht es in die Dienste und dann die allseits beliebten Namensspiele, graus…!

Morgen wieder brühwarm mehr an dieser Stelle!

Tag 2

Abendsegler: Rubi, Loki, Samantha, Lotte und Silje

Unser erster Tag begann nach dem Frühstück (Anm. d. Red.: Für einige begann der auch schon weit, weit vor dem Frühstück, grummel…) mit verschiedenen Workshops wie zum Beispiel Eselstreicheln, Höhlenbau, Keschern und Teamspielen. Die Esel haben wir geputzt, gestreichelt und die Weide ein bisschen abgeäppelt. Der Esel Lilla hat die ganze Zeit Quatsch gemacht und Tilly bekommt vielleicht ein Fohlen. Bis zum Mittagessen haben wir draußen gespielt. Wir essen auf dieser Freizeit vegetarisch (Anm. d. Red.: Fällt mir auch schwer, aber wir haben jetzt auf den Freizeiten voll auf Bio umgestellt und da ist Fleisch einfach nicht bezahlbar.) und es gab leckere Möhrensuppe mit Baguette.

Nachmittags sind wir bei strahlendem Sonnenschein mit dem Fahrrad zum Moor gefahren. Eine schnellere Gruppe ist einen weiteren Weg gefahren (Anm. d. Red.: Quer durch‘s Moor, muhahahaha!) und wir haben mit der anderen Gruppe den direkten Weg genommen. Wir waren auch zuerst da. In einem Waldstück haben wir dann zweimal Tierstratego gespielt. Das hat viel Spaß gemacht und manche Kinder sind hingefallen, aber das war nicht so schlimm.

Beim Abendessen gab es leckere, aber ein bisschen zu salzige Kräuterbutter, die eine Gruppe als Workshop aus wilden Kräutern wie Löwenzahn und Brennnesseln gemacht hat. Gleich spielen wir noch Verstecken im Dunkeln.

Tschüss, bis morgen.

Tag 3

Fuchsbau: Linus, Fionn, Jasper, Felix, Johannes, Phillipp und Lukas

Heute Vormittag haben wir einen Spaziergang zu einem Wald gemacht und dort „King Jannis“ und „Römisch-gallisch-germanische Wildschweinjagd“ gespielt. Dabei haben die Gallier gewonnen, indem sie die meisten Wildschweine gefangen haben. (Anm. d. Red.: So kurz und knapp kann man das Ganze natürlich darstellen, wenn man als Zimmer sowas von gar keine Lust auf Reporterdienst hat… ;-D)

Immer wenn wir heute Freizeit hatten, haben die Jungs Hochhinein gespielt. Der Verlierer hat dann „Arschbolzen“ bekommen (Anm. d. Red.: Ääähhh… lasst es Euch am besten von den Kids zu Hause erklären. Es ist nicht so, wie es jetzt in Eurem Kopf aussieht.)

Nachmittags haben wir geschnitzt und ein paar Leute haben einen Tisch und andere einen Seilgarten aus Slacklines gebaut. Der ist bis zu sechs Meter hoch.

Gleich machen wir noch eine Nachtwanderung mit Mutprobe. (Anm. d. Red.: Dann beschließe ich diese Telegrammversion des Tagebuchs mal mit einem zackigen „Jawoll!“)

Tag 4

Eichhörnchenkobel: Jannis, Jakob, Ole, Bjarne, Juri und Bente

(Anm. d. Red.: Achtung, dieser Beitrag könnte Sie verstören. Er enthält explizite Sprachverbrechen und Anglizismen der übelsten Sorte. Sagt nachher nicht, wir hätten nicht gewarnt …)

An diesem freshen Morgen hat so ein lostes Kind die Alarmanlage ausgelöst und wir waren alle sofort wach. Es war 7:45 Uhr. Michael ist mit seinem sicken Bike und seiner hotten Mucke vorbei gecrused um uns zum Breakfisten zu holen. Danach haben wir uns in drei Gruppen gesplittet: Kräuterbuddah maken; Feuerholz looten und Gemüse massakrieren.
Anschließend haben wir die Suppe geslurped. Später, nach der Suppe, wurden die Biggen boyz und Mädels ausgesetzt und mussten dann zurück über die Drepte. Die andere Gruppe ist dann mit den Eseln in das Dreptetal gewandert und hat dort ein bisschen im Water geplantscht und Kuchen gesnacked. Die Gruppe mit den großen hat es ohne Probleme nach hause geschafft, und hat dort erstmal geduscht.
30 Minuten später ist dann auch die andere Gruppe angekommen und wir haben dann erstmal zusammen chillexed und zu Abend gegessen. Jetzt machen wir alle unsere Dienste und können uns im Kiosk was Süßes für die Figur gönnen, gleich gehen wir gemeinsam ins Korkenbad und können uns dort bewerfen oder chillen.

(Anm. d. Red.: Auauauauauaua…)

Tag 5

Wasserfledermäuse: Reentje, Janina, Amy, Vivien und Emily

Wir wurden am Morgen mit Wasserbomben geweckt. Nach dieser Erfrischung haben wir ausnahmsweise Frühstück bekommen (Anm. d. Red.: Au Mist! Nu ist es raus…).

Den Vormittag verbrachten wir damit Insektenfallen zu bauen, Esel- und Schweineställe sauber zu machen oder in einem Kletterparcours zu hängen. Die ganz Krassen (Anm. d. Red.: Die von diesem Tennie-Zimmer so heißgeliebten Jungs…) haben einen Heuballen durch die Gegend gerollt/gehievt/gestemmt/geschoben. Alles war dabei und alles war anstrengend.

Zum Mittag gab es Nudeln mit Tomatensoße und einen leckeren Nachtisch. Alles vegetarisch und bio (Anm. d. Red.: Naturalmente!)
Danach sind wir mit den Drahteseln losgeritten (Anm. d. Red.: Jippieeehhh!). Am Ziel in einem Waldstück haben wir dann Capture the Flag gespielt. Da wir dort aber eine Gänsemama gestört haben (Anm. d. Red.: Eine vermutlich dort brütende Graugans quakte empört davon), sind wir nach zwei Runden zu einer anderen Sandgrube gefahren und haben dort British Bulldog gespielt. Die effektivste Methode war unsere Kettenformation (Anm. d. Red.: Jepp. Damit haben sie sogar den dicken alten Mann gefällt). Danach sind wir wieder zurück gedüst, wo wir dann noch eine halbe Stunde bis zum Abendessen warten mussten, weil wir so schnell waren.
Noch werden alle Dienste verrichtet und wenn es dunkel ist, gehen wir raus, um Spiele zu spielen. Mal sehen wer alles zurückkommt (Anm. d. Red.: Muhahahaha!)
Ganz liebe Grüße an Amelie und natürlich alle Eltern, wir freuen uns über jedes Lebenszeichen von Euch (Anm. d. Red.: Am meisten aber über üppige Bonschenpakete und Melissengeist für die Betreuer…).

Tag 6

Hasensasse: Kilian, Damon, Bene, Mikos, Leonard und Mika

Heute morgen haben wir uns in Workshops aufgeteilt. Es gab einen für Fahrradreparaturen (Anm. d. Red.: An dieser Stelle sei nochmals dringend darauf hingewiesen, dass die Räder für uns hier essentiell sind. Dass bei 4 Rädern regelmäßig die Ketten abspringen und an einem der Mantel derart eingerissen ist, dass der Schlauch gar keine Chance hatte ist echt nervig!) , Klettern und Mehl für unser morgiges Mittagessen mahlen. Manche haben auch ein neues Insektenhotel gebaut. Dann haben wir Mittag gegessen. Es gab Blechkartoffeln mit Rote Beete und Kräuterquark und zum Nachtisch Joghurt mit Apfelmus (Anm. d. Red.: Megalecker, auch für ausgesuchte Carnivoren wie mich).

Nach der Mittagspause haben wir eine Schnitzeljagd gemacht (Anm. d. Red.: Falsch! Es waren derer zwei!). Dafür haben sich die Älteren und die Jüngeren in zwei (Anm. d. Red.: Also vier) Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe hatte Spurenleger, die vorgelaufen sind, während die Verfolger später die Hinweise finden und verstehen mussten. Als Schatz gab es am Ziel Kuchen.

Später nach den Diensten und einer freiwilligen Dusche spielen wir noch Ameisenkrieg im Dunkeln. Wir freuen uns schon.

(Anm. d. Red.: Nunja, da ich ja mit den Teenies unterwegs war, hier eine kurze Zusammenfassung: Nachdem uns die ebenso vorlaufenden wie vorlauten Jungs mächtig rund ums Heim gescheucht hatten, schnappten wir uns bei der dritten Finte am Heim die bereitstehenden Räder {siehe oben!} und radelten gemütlich den Jungs hinterher. Die wähnten sich schon als Sieger und waren entsprechend „Pfui! Schummelei! Unfair!“-genervt, was die Mädels mit einem gekonnten „Mimimi!“ konterten.
Also alles normal…)

Noch ein paar Nachtragsbilder vom Ameisenkrieg:

Tag 7

Breitflügelfledermäuse: Jette, Lilly, Tabea, Sophia und Mina

Heute wurden wir von den Betreuern mit einem einem lustigen Lied geweckt. Vormittags haben wir uns in kleine Gruppen aufgeteilt. Manche haben Freundschaftsarmbänder gebastelt, ein Insektenhotel gebaut und die Ställe von den Kaninchen und Eseln ausgemistet. Die Großen haben das Gemüse für das Mittagessen in Hagen auf dem Wochenmarkt gekauft (Anm. d. Red.: Natürlich per Rad, ist ja Bestandteil eines Klimaschutzprojektes) . Als sie wieder da waren, mussten wir dann alles schnippeln. Das Gemüse haben wir dann in Teigfladen aus unserem selbst gemahlenem Mehl gefüllt und auf dem Grill gebacken. Es war super lecker. (Anm. d. Red.: Dem schließe ich mich voll an. Leider haben wir irgendwie die Teigmenge unterschätzt, machte aber nix, weil wir dann das Gemüse samt Käse in der Pfanne auf dem Grill schmurgelten)
Heute Nachmittag haben wir im Wald Luchs und Reh gespielt. Danach haben wir unsere Zimmer aufgeräumt, geduscht und den Kiosk nochmal besucht. (Anm. d. Red.: Perfekte Wiedergabe der Reihenfolge, denn das aufgeräumte Zimmer war Eintrittskarte zum heißbegehrten Kiosk.).
Wir freuen uns alle auf die Disko nachher und sind alle schon ganz hibbelig (Anm. d. Red.: Was man im Heim und ca. 4 km Umgebung auch hört …).
Es war eine tolle Woche. (Anm. d. Red.: Das stimmt! Aber sowas von! Morgen gibt’s hier noch ein paar kommentarlose Bilder vonne Disse und den Aktionen des Abholtages. Seid lieb gegrüßt und verabschiedet. Heute ist nicht alle Tage, wir kommen wieder, keine Frage!)

Und hier die versprochenen Disco-Fotos!

 

NABU Bremen

NABU Bremen

Wir berichten von den Freizeiten des NABU Bremen.

1 Kommentar

Werner Hasemann

10.04.2019, 14:30

Ich finde es toll so viele glückliche Kinder bei vielfältigen Aktivitäten zu sehen...danke für die kreative Arbeit und die überaus positive Begleitung der Kinder...

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